Alltagsgeschichten von creative_tussi_: Mein Leben als Mama

creative_tussi_: „Schon mit 16 Jahren war mir klar, das ich eines Tages viele Kinder haben würde und ich wollte eine junge Mama sein. Und wie sollte es auch anders sein… 2008, 2010, 2012 und 2014 wuchs unsere Familie stetig heran.

Leider war es mir nicht vergönnt auf normalem Wege zu entbinden. Mit dem Kaiserschnitt fühlte ich mich anfangs wie eine Versagerin. Du bist nicht mal in der Lage ein Kind normal zur Welt zu bringen. Mit den Jahren hab ich dann meine Meinung geändert, denn ohne den Kaiserschnitt gäbe es mich und meine Kinder nicht mehr.

Alltagsgeschichten von creative_tussi_: Alltagsgeschichten als Mama mit vier Kindern, Chaos garantiert.

Mama zu sein, ist einfach toll, aber auch extrem anstrengend und man trägt so viel Verantwortung mit sich. Nachdem ich nun fast 9 Jahre Mama bin, weiß man was alles vorbeugend zu tun ist. Abends die Haustür abschließen, nochmal prüfen ob das Treppengitter zu ist, den Wasserspender vom Kühlschrank abstellen, vor allem auch noch den Kühlschrank absichern und das Küchentürgitter schließen.

Manche mögen es übertrieben finden, aber wenn sich ein Kind mit 3 Jahren nachts vom Acker macht, ein anderes Kind unbemerkt den Herd anstellt oder der Flur regelrecht überflutet ist… da muss man doch manche Schutzmaßnahmen treffen. Kinder haben viel Quatsch im Kopf, gerade kleine Kinder. Da verstopften unsere Kinder vor einigen Jahren die Toilette, während wir Eltern noch im Bett lagen… Was macht man auch sonst um 5 Uhr am Samstag morgen ??? 🙂

Anstatt uns zu rufen, zogen sie die Toilette permanent ab… Erst stand das ganze Bad unter Wasser, dann ging es in den Flur und es tropfte am Ende die Treppe hinunter. Die Arbeit alles trocken zu bekommen und glücklicher Weise keinen großen Schaden davon zu tragen… ich werde es nie vergessen und finde es bis heute noch unvorstellbar.

Alltagsgeschichten von creative_tussi_: Mit vier Kindern hat man auch vierfache Sorgen, aber das ist es wert.

Aber es gibt nicht nur schöne Seiten am Mama sein. Ich hatte mich 2011, kurz nachdem ich mit meinem dritten Kind schwanger war, von meinem Mann getrennt. Es war eine schwere Zeit, da er nicht ausziehen wollte. Es gab sehr viel Streit und am Ende kam mein Kind als Frühchen schwer krank zur Welt. Wir wussten nicht ob er es überlebt, der blanke Horror. Es ging mir in der Zeit so schlecht. Nichts als Sorgen und vor allem wohnte mein damaliger Mann immer noch bei uns.

Mit viel Liebe und einem extrem großen Lebenswillen kämpfte sich mein kleiner Schatz ins Leben und ist heute der gesündeste von allen 4 Kindern. Das erste Jahr mit ihm war schrecklich, er war ein Schreibaby und wollte auch keine Flasche oder einen Schnuller nehmen. Ein Jahr lang kümmerte ich mich Nachts alleine um ihn, an den schlimmsten Tagen wurde er zwei Mal pro Stunde wach… Ich war nervlich völlig am Ende. Kurz vor seinem ersten Geburtstag zog mein Exmann endlich aus. Danach fing mein kleiner Schatz plötzlich von heute auf morgen an durchzuschlafen. Ich denke manchmal es war meine Unruhe und meine Ängste, die sich auf das Kind übertragen hatten.

Alltagsgeschichten von creative_tussi_: Höhen und Tiefen sind leider etwas ganz normales im Leben.

Es wurde schöner für uns alle. Ich lerne meinen Lebensgefährten kennen der brachte auch noch 2 Kinder mit, die jedoch nicht bei Ihm lebten. 2014 bekamen wir noch ein gemeinsames Kind. Es passte alles und wir waren rundum glücklich.

April 2016 sollte alles anders werden. Mein Ältester hatte plötzlich ganz dicke Knie und Füße, konnte kaum laufen. Ich saß stundenlang bei verschiedenen Ärzten, verbrachte einen ganzen Tag in der Notaufnahme im Krankenhaus und keine Ergebnisse. Nach 3 Wochen ging es dann nach Köln in die Kinderklinik. Es brauchte erneute 3 Wochen bis wir erfuhren das er Rheuma hat.

Okay er hatte ein paar Operationen als kleines Kind gehabt wegen seinen Ohren, aber das ist ja inzwischen normal bei kleinen Kindern. Musste es Rheuma sein ? Es war sehr schwer alles zu ändern. Medikamente die ich ihm spritzen muss, Physiotherapie und viele Arztgänge… Die Krankenkasse ließ uns auch hängen, die Fahrtkosten nach Köln, einen Rollstuhl für den Jungen… Wir mussten alles selber tragen. Ich schob damals den großen im Rollstuhl und den kleinsten in der Trage auf dem Rücken. Es war eine sehr schwere Zeit.

Inzwischen ist er zwar gut eingestellt, aber die Schübe sind teils nicht ohne. Seine Krankheit fordert inzwischen 4 Termine die Woche, was man alles managen muss, denn da sind ja noch 3 weitere Kinder. Aber auch wenn es echt nicht leicht ist, würde ich mir kein anderes Leben wünschen.

Alltagsgeschichten von creative_tussi_: „Meinen Kindern soll es an nichts fehlen, sie sollen einfach glücklich sein.“

Mein Terminkalender hat XXL Größe und für jedes Kind eine Spalte damit ich bloß keinen Termin vergesse. Ich selber hatte keine schöne Kindheit, daher stehen die Kinder immer an erster Stelle und es ist selten das ich mir mal was gönne. Es stört mich nicht für die Kinder zurückzustecken, ich möchte ihnen alles ermöglichen was ich als Kind nicht bekommen habe. Klar kann ich nicht zu allem Ja sagen und muss auch oft streng sein.

In der Wohnung steht ein Trampolin, eine kleine Rutsche und im Sommer auf der Terrasse ein großes Planschbecken. Das sind alles Dinge, die ich als Kind auch haben wollte, aber nie bekam. Ich konnte diese Wünsche den Kindern nicht ausschlagen. Sie sollen sich später an ihre Kindheit erinnern und sagen das sie toll war. Manchmal erinnert mich die Wohnung schon an einen Kindergarten, doch das ist egal. Unsere Kinder sollen ein glückliches Leben haben.

Es ist nicht einfach mit einem Haufen Jungs und nur einem Mädchen, aber und das ist das aller Wichtigste, es ist das Beste was uns im Leben jemals passieren konnte.

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